Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.
Alter
44 Jahre
Wesensart
Mensch
Sternzeichen
Stier
Element
Erde
Schicht
Oberschicht
Status
Single
Evie
gespielt von
#1
Conversation between Husband and Wife
@"Cassiane Diallo" & @"Ryfin Diallo"
Ryfin Diallos Büro, Astral-Akademie, Luminar| 06.01.1580 | 13:00 Uhr



Das Büro war still bis auf das gelegentliche Kratzen einer Feder über Papier und das dumpfe Ticken der schweren Standuhr in der Ecke des Raumes. Hohe Regale voller Aktenordner und Bücher zogen sich an den dunklen Wänden entlang, während das Licht der Lampen auf den Holzboden warf. Der Geruch von Tinte, Papier und kaltem Rauch hing in der Luft.

Ryfin saß hinter seinem massiven Schreibtisch und blätterte mit sichtbarer Gereiztheit durch einen Stapel Dokumente. Sein Gehstock lehnte zunächst neben dem Tisch, doch allein seine Präsenz wirkte einschüchternd genug, dass sich niemand im Raum traute, ein Wort zu sagen. Zwei Mitglieder der Asmoday standen einige Meter entfernt und warteten angespannt darauf, dass er endlich etwas sagte. Beide hielten den Blick gesenkt.

Der Ältere unterschrieb die letzte Seite mit einem schnellen, beinahe aggressiven Zug und ließ die Feder auf den Tisch fallen. „Nutzlos“, murmelte er kalt. Der Mann links von ihm zuckte zusammen. Der andere presste die Lippen aufeinander und versuchte, ruhig zu wirken. Ryfin nahm die Dokumente, richtete sie ordentlich aus und hielt sie einem der Männer hin. „Bring das ins Archiv. Sofort.“
Zögerlich griff der Mitarbeiter danach und nickte mit seinem Kopf. „J-ja, Sir.“, stotterte er, als hätte er Angst, dass Ryfin ihm vielleicht eine reinhauen oder den Stapel ins Gesicht werden würde. Doch Ryfin sagte nichts weiter. Er saß nur da und starrte die beiden an. Seine Augen ruhten einen Moment zu lange auf ihnen, sodass die Stille im Raum langsam unerträglich wurde. Dann lehnte er sich langsam zurück. „Erklärt mir noch einmal, warum ich Berichte über ein zerstörtes Labor erhalten habe.“
Keiner antwortete sofort. Ryfins Finger tippten langsam gegen die Tischplatte. „Ich warte.“
„Das Experiment verlief… nicht wie erwartet“, sagte schließlich einer der Männer mit trockener Kehle. Nicht wie erwartet, wiederholte Ryfin leise.
Er stand langsam auf. Dabei griff er nach seinem Gehstock. Schon diese kleine Geste ließ die beiden Männer instinktiv einen Schritt zurückweichen. Wenn Ryfin Diallo leise war, wusste jeder, dass er gefährlich werden konnte.

„Ein ganzer Flügel des Labors wurde beschädigt“, sagte er und ging langsam um den Schreibtisch herum. „Drei wertvolle Proben vernichtet. Zwei Forscher tot.“ Seine Stimme blieb ruhig. „Und ihr sagt nur dazu, dass es… nicht wie erwartet sei?“ Die Männer wechselten nervöse Blicke. „Wir dachten, wir hätten die Situation unter Kontrolle.“ Ryfin blieb direkt vor ihm stehen.Ihr dachtet.“ Genau diese zwei Worte reichten aus, damit dem Mann sichtbar der Schweiß über die Stirn lief.

Der Gehstock ruhte locker in seiner Hand, doch keiner der beiden bezweifelte, dass er ihn ohne Zögern einsetzen würde. „Wisst ihr, was ich an Fehlern am meisten verabscheue?“ Keiner antwortete. „Dass sie meistens von Menschen begangen werden, die überzeugt sind, klug zu sein.“ Der andere Mitarbeiter senkte sofort den Blick tiefer. „Es wird nicht wieder vorkommen, Sir.“
Ryfin lachte leise. „Natürlich wird es das. Menschen wiederholen Fehler ständig.“ Er machte einen weiteren Schritt auf sie zu. Beide Männer wichen zurück. „Das Problem ist… dass eure Fehler meine Zeit verschwenden.“ Er hob langsam den Gehstock an und ließ das Ende einmal gegen den Boden schlagen. Das Geräusch schnitt durch die Stille wie ein Messer. Einer von ihnen öffnete den Mund, vermutlich um sich zu entschuldigen, doch in genau diesem Moment erklang ein Klopfen an der Tür. Alle drei blickten gleichzeitig dorthin.

„Herein“, sagte Ryfin ohne den Blick von seinen Mitarbeitern zu nehmen. Die Tür öffnete sich langsam und ein junger Assistent trat ein. Er hielt einige weitere Dokumente unter dem Arm und wirkte sofort angespannt, als er die Atmosphäre im Raum bemerkte. „Verzeiht die Störung, Sir, aber Eure Frau ist angekommen.“ Ryfins Blick wurde weniger hart und seine Haltung entspannte sich minimal. „Ist sie das? Gut. Ich wollte noch mit meiner Liebsten sprechen.“ Sein Assistent nickte.

Für einen kurzen Moment dachte einer der Mitarbeiter tatsächlich, er hätte Glück gehabt. Ryfin drehte sich langsam zu ihnen um. Seine Miene war wieder vollkommen beherrscht. „Wir setzen dieses Gespräch später fort.“ Die beiden Männer nickten sofort. „Und verschwindet aus meinem Büro.“ Sie beeilten sich beinahe panisch zur Tür und verschwanden innerhalb weniger Sekunden aus dem Raum. Der Assistent blieb zurück und schloss die Tür hinter ihnen.

Ryfin atmete langsam aus und strich mit der Hand über die Ärmel seines dunklen Mantels. „Richtet den Tisch“, sagte er ohne auf seinen Assistenten zu schauen. „Natürlich, Sir.“ Der junge Mann bewegte sich sofort zum Schreibtisch und begann einige verstreute Papiere ordentlich zu stapeln. Er nahm mehrere Akten auf und sortierte sie nach Priorität. Ryfin beobachtete ihn kurz, bevor er zur Tür ging. Dort blieb er stehen.

Eine Hand ruhte auf dem silbernen Griff seines Gehstocks, während er schweigend auf den Flur hinausblickte. Niemand, der ihn jetzt sah, würde glauben, dass dieselbe Person wenige Minuten zuvor zwei ausgewachsene Männer beinahe zu Tode eingeschüchtert hatte. Doch das war Absicht. Schließlich legte er großen Wert darauf, vor anderen wie der ideale Ehemann zu erscheinen. Ein Ehemann der seine Frau abgöttisch liebte.
Evil? No, my dear. I'm just a curious person with great plans.
Abwesend
Cassiane Diallo
Alter
Jahre
Wesensart
Sternzeichen
Element
Schicht
Status

gespielt von
#2
Andere hätten vermutlich eine Kutsche genommen. Cassia hingegen schätzte eher einen Ritt auf ihrem eigenen Pferd und der Weg war jetzt nicht wirklich so weit, dass Noctus das nicht mitgemacht hätte. Der pechschwarze Feuerkelpie hatte sie sicher von A nach B gebracht und sogar darauf verzichtet, wild um sich zu beißen, wenn ihm Leute zu nah gekommen waren. Oder ihr.
Als sie jetzt die Zügel an einen der Mitarbeiter ihres Mannes übergeben musste, zögerte sie einen Moment. Noctus hatte ein augesprochen feuriges Gemüt. Das lag nicht nur in seinem Element begründet. Obwohl ihr Sternzeichen mit der Unterart des Kelpies nicht wirklich harmornierte, hatte sie eine enge Bindung zu dieser Handaufzucht.
Noctus drehte den schmalen Kopf zu ihr, als er merkte, dass sie sich entfernte und ließ ein lautstarkes Wiehern erklingen. Sein Protest war hörbar genug, dass einige Köpfe sich umwandten. Die meisten Menschen, die hier entlanggingen, kannten den pechschwarzen Teufel schon und hielten sich wohlweißlich von ihm fern. Cassia hatte schon oft gescherzt, dass es doch eigentlich gar nicht ihr Kelpie war, passte er doch vom Temperament her viel eher zu ihrem Ehemann. Und doch ließ Noctus ihren Mann nicht einmal dann auf seinen Rücken, wenn es um Leben und Tod ging, wenngleich sein Umgang mit dem Menschen ansonsten sehr sanft war. Unterschwellig schien das Tier eben doch zu spüren, dass dem Ehepaar was aneinander lag.
Hass war eben einfach nur die Art und Weise, wie sie ihre Zuneigung zueinander ausdrückten und ohne diese Spitzfindigkeiten hätte ihnen vermutlich was gefehlt. Alles war so, wie es sein sollte. Sie hätten sicher keine vier Kinder miteinander gezeugt, hätte das Universum gewollt, dass sie es ließen.

Cassia fuhr Noctus noch einmal über den Hals und gab dem Mann, der noch immer seine Zügel hielt, knappe Anweisungen, ehe sie sich auf den Weg ins Herzstück Luminars machte. Ihre Füße trugen sie wie von selbst ihrem Ziel entgegen. Sie war diesen Weg schon so oft gegangen, dass sie ihn vermutlich sogar mit verbundenen Augen finden würde.
Als sie in den Gang einbog, an dessen Ende sich die Tür zu Ryfins Arbeitszimmer befand, kamen ihr bereits seine Leute entgegen. Cassiane blieb stehen und blockierte so quasi den Durchgang. Wollten sie an ihr vorbei, mussten sie nicht nur ihr Schritt-Tempo drosseln sondern auch höflich darum bitten, dass man sie vorbeiließ. Denn Cassia würde ihnen ungehobeltes Benehmen keineswegs durchgehen lassen.
Sie verschränkte die Hände vorm eigenen Schoß und straffte ein wenig die Schultern und tatsächlich blieben sie stehen, sichtlich verunsichert und nervös, weil sie die Tür des Büros im Rücken hatten.
Sie waren offenbar ordentlich zusammengestaucht worden, denn die Begrüßung fiel sehr verhalten aus und Cassia machte gerade so viel Platz, dass sie der Reihe nach an ihr vorbeigehen mussten.
Jeder von ihnen nickte brav. Jeder verbeugte sich zumindest ein Stück weit und kaum hatte der Letzte von ihnen sie passiert, hörte sie hinter sich, wie die Schritte sich rapide beschleunigten. Ach ja... traumhaft. Dann hatte Ryfin bestimmt beste Laune.

Sichtlich amüsiert wandte sie sich wieder in die Richtung, in der sie weitergehen musste und ein sanftes Lächeln trat in ihre Augenwinkel, als sie ihrem Mann entgegensah, der in der Tür auf sie wartete.
Die Sohlen ihrer Reitstiefel bogen sich ein wenig, als sie sich auf die Zehenspitzen stellte, als sie vor ihm stand. Sie fuhr mit den Händen über seine Schultern und begrüßte ihn mit einem sanften Kuss auf die Wange, ehe ihre linke Hand in Richtung der mittlerweile nicht mehr sicht- oder hörbaren Männer ging.
«Was hast du mit ihnen gemacht?», wollte sie amüsiert wissen. «Sie hatten ja sogar Angst davor, mit mir zu sprechen.»
Ihre rechte Hand fuhr von seiner Schulter zu seiner Brust und sie lenkte Blick und Aufmerksamkeit wieder auf ihn. Ein wenig besorgt vielleicht, weil sie sich noch nicht wirklich einen Reim darauf machen konnte, warum er sie für heute hier her bestellt hatte.